leider muss ich feststellen, dass sich das gastronomische Angebot an der Universität von Jahr zu Jahr weiter verschlechtert.
Früher gab es im AB-Café täglich verschiedene Nudelgerichte, und das bis in die späteren Nachmittagsstunden. Dieses Angebot wurde irgendwann abgeschafft und durch Gerichte ersetzt, die man so oder ähnlich auch an jeder Globus-Theke findet. Gleichzeitig wurden die Öffnungszeiten der Mensa verkürzt und die Möglichkeit, mit Bargeld zu bezahlen, abgeschafft. Die Klappschmier sind zwar lecker, preislich aber durchaus im oberen Bereich angesiedelt.
Vielleicht sollte das Café Olivia einen Ausgleich für diese Veränderungen schaffen. Allerdings wurde auch dort die breite Auswahl an kleinen Gerichten für zwischendurch zunehmend durch Pizza und ausgefallenere Pasta-Variationen ersetzt.
Nun gibt es seit Kurzem auch im AB-Café Hausmannskost. Dabei frage ich mich ehrlich gesagt, ob es dieses zusätzliche Angebot wirklich gebraucht hätte.
Doch um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, gibt es im AB-Café neuerdings ab 15 Uhr nicht einmal mehr Kaffee?
Gerade das AB-Café war doch ein Ort, an dem man zwischen zwei Veranstaltungen am Nachmittag kurz einkehren, einen Kaffee trinken, sich mit Kommilitoninnen und Kommilitonen unterhalten und anschließend weitergehen konnte. Genau für solche kurzen Pausen war dieser Ort ideal. Und nun soll auch diese Möglichkeit wegfallen?
Bleibt einem tatsächlich nur noch die Wahl, bei schlechtem Wetter und Kälte ins C-Gebäude oder zur Mensa zu laufen, um am Nachmittag einen Kaffee zu bekommen? Das kann doch nicht ernsthaft euer Anspruch sein.
Ich frage mich zunehmend, an welcher Stelle bei diesen Entscheidungen eigentlich die Bedürfnisse der Studierenden berücksichtigt werden. Es geht nicht darum, dass jedes Angebot jedem gefallen muss. Aber wenn nach und nach beliebte Angebote wegfallen, Öffnungszeiten eingeschränkt und Möglichkeiten zum Verweilen reduziert werden, darf man sich nicht wundern, wenn die Zufriedenheit mit der gastronomischen Versorgung an der Universität sinkt.
Ich würde mir wünschen, dass das Studiwerk diese Entwicklung kritisch hinterfragt und insbesondere das Kaffeeangebot am Nachmittag im AB-Café noch einmal überdenkt.
Liebe Lara,
vielen Dank für Deine Rückmeldung. Gerne möchten wir darauf eingehen, denn auch wenn wir Dir zustimmen, dass sich das gastronomische Angebot immer wieder verändert, finden wir nicht, dass man pauschal von einer Verschlechterung sprechen kann. Im Studiwerk bemühen wir uns wirklich von Kräften, jeden Tag kostengünstig und mit viel Herzblut ein Angebot zusammenzustellen, das den Studierenden zusagt - und gleichzeitig auf das veränderte Nutzungsverhalten Rücksicht nimmt. Denn wenn wir ein vergleichsweise wenig genutztes Angebot oder ähnliche Angebote an zu vielen Standorten aufrecht erhalten, wirken sich diese zusätzlichen Kosten mittelbar auch auf die Preise an anderen Standorten aus. Deswegen wurde unser mediterranes Angebot mit Pizza, Pasta und Bowls an einem Ort, im Oliva, zusammengefasst. Auf Nachfrage ist dort auch immer ein veganes Angebot oder eine Pasta mit Pesto möglich, wenn einem die wöchentlichen Nudelvariationen nicht zusagen. Zudem finden sich dort sehr gemütliche Sitzecken, die - jenseits der Essenszeiten - ganztägig gerade für das Verweilen gedacht sind.
Im neuen "Gehaichnis" ist der Speiseplan mit "Hausmannskost" unserer Meinung nach nur unzureichend umschrieben. Es handelt sich hierbei um historische Rezepte aus der Region, die, weil sie über 150 Jahre alt sind (also aus einer Zeit stammen, wo sich viele Menschen nicht viel Fleisch leisten konnten), an drei von fünf Tagen vegetarisch und oftmals sogar vegan sind, also auch dem diesbezüglichen Wunsch der Studis nachkommen. Uns ist natürlich bewusst, dass dieses Angebot nicht für jeden das Richtige ist. Aber es geht uns ja gerade um eine möglichst große Varianz.
Gleichzeitig besteht ein großer Wunsch der Studierendenschaft nach hoher Qualität, Nachhaltigkeit und Bio-Qualität. Diesem Wunsch kommen wir nach - auch und gerade in der "Klappschmier". Hier finden wir 1,90 Euro bis 2,90 Euro kein hochpreisiges Angebot für regionale Herstellung. Wir können nur darum bitten, die hohe Qualität sowie die Personal- und Energiekosten miteinzubeziehen, wenn man sich die Preise in unseren Cafeterien und Mensen anschaut. Natürlich ist es teurer, als ein Discounterbrötchen - aber diesen Anspruch haben unsere Studierenden (zurecht) ja nicht. Und wir kalkulieren unsere Preise mit einem festen Schlüssel, der Studierende finanziell bestmöglich entlastet, gleichzeitig aber gestiegene und unterschiedliche Lebensmittelpreise miteinbeziehen muss.
Wir nehmen Deine Anregung nach anderen Öffnungszeiten im Gehaichnis sehr ernst. Deshalb prüfen wir aktuell, ob wir es personell hinbekommen, die Cafeteria länger am Tag zu öffnen. Hierzu bitten wir noch um etwas Geduld, da wir hierzu intern alles sorgfältig planen müssen. Wir verstehen aber den Wunsch und hoffen, ihm zukünftig nachkommen zu können.
Mit herzlichen Grüßen,
Paula vom Studiwerk-Team